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Die Grünen-Vorzeigesprecherin Claudia Roth hat ebenso wie Reinhard Bütikofer und unser allseits geliebter Volker Beck die Friedensbewegung für ihren Ostermarsch, an dessen Spitze sie einst demonstrierten, gescholten und ihr eine pauschale Ablehnung alles Militärischen vorgeworfen. Zum Glück kann mensch da nur sagen. Nicht nur das die Grünen sich seit Jahren politisch als Friedenspartei verabschiedet haben, jetzt tun sie es auch noch offensiv. Gespannt darf man nun eigentlich nur noch sein, wann sie - natürlich aus humanitären Gründen - die Wiederaufnahme des Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide als Übungsplatz fordern, oder vielleicht die allgemeine Wehrpflicht für alle, oder SoldatenInnen im Inneren.... Anbei dokumentiere ich eine Mitteilung von Bernhard Nolz, Aachener Friedenspreisträger, der sich zu den grünen Äusserungen zu Wort meldet...Weiterlesen » » » »

Irgendwo bei Bremke, nah dem Universitätsstädtchen Göttingen, idyllisch im Wald gelegen, steht es, das ehemalige Ausflugslokal und die jetzige Akademie Waldschlösschen. 1982 – vor nunmehr 25 Jahren – wurde das Waldschlösschen als (lesbisch-)schwule Tagungsstätte von ambitionierten Bewegungsschwestern gegründet – und ist bis Heute die einzige dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland geblieben. Seitdem bietet es mit großem Erfolg Bildungsseminare, Workshops, eine starke inhaltliche und praktische Arbeit zum Thema HIV und Aids und nicht zuletzt Lesben und Schwulen die Möglichkeit, Gleichgesinnt zu treffen und dem diskriminierenden Alltag zumindest einige Tage zu entkommen. Insofern bedeutet ein Treffen im Waldschlösschen für viele weit mehr als 'bloße Bildungsarbeit': Ankommen am Waldschlösschen heißt Abstreifen heterosexuell normierter Welt für ein Wochenende, fallen in ein (Funk-)loch und die Chance abseits normativer Mechanismen Menschen kennenzulernen und zu leben. Vor 25 Jahren war das Haus der Treffpunkt im alternativen Ambiente der kämpferischen Schwulenbewegung, war es autonome Einrichtung einer Gegenöffentlichkeit. Heute ist das Waldschlösschen Akademie mit komfortabler Unterbringung, staatlich anerkannt und durch eine Stiftung gestützt.Weiterlesen » » » »

Die Tornados der Bundeswehr dürfen auch weiterhin nicht über der Kyritz-Ruppiner Heide üben. Das Verwaltungsgericht in Potsdam hat am 26.05.2006 in zwei Fällen den Eilantrag der Bundeswehr abgewiesen, schon vor einer endgültigen Gerichtsentscheidung die Kyritz-Ruppiner Heide für ihre Bombenabwurfübungen nutzen zu dürfen. Das Rechtsschutzinteresse von zwei Unternehmen - einem Hotel und einem Putenbetrieb - wurden vom Gericht höher eingestuft als das Interesse der Bundeswehr. Die Bundeswehr kann gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde einlegen. Mit weiteren ENtscheidungen wird MitteJuni gerechnet

Von Gender Theorie zu Gender Rechten!

Was haben Lesben- und Schwulenbewegung, Transgenderbewegung und die feministische Bewegung gemeinsam? Wenn mensch diese Frage hört, fallen erstmal Unterschiede und gegenseitige gelebte Abgrenzungen und Vorurteile ein. Eines haben alle gemeinsam. Ihnen widerfährt aufgrund der Abweichung von einer von außen definierten Rolle Ausgrenzung der „Normalität“. Die Normalität, das ist der weiße heterosexuelle männliche Mainstream. Die entscheidende Gemeinsamkeit, die alle zum zusammenarbeiten auffordert, ist der Gender-Aspekt. Schwule werden diskriminiert, weil sie nicht in die Heterosexualität passen. So sehr sich sich auch anzubiedern versuchen, stellen auch sie gar noch Geschlechterrollen in Frage, nämlich wenn sie sich nicht so kleiden, bewegen, verhalten wie die Gesellschaft das von Ihnen erwartet. Frauen werden allein aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt und diskriminiert, Lesben erleben doppelte Diskriminierung – auf Grund des Geschlechtes und ihrer Sexualität. Transgender wiederum scheinen nicht so richtig in eine der vorgefertigten Rollen zu passen.Weiterlesen » » » »

geschrieben von heinzi, 6.5.06

Die konservative Regierung der Bundesrepublik Deutschland beginnt von Schweden zu lernen. So weit, so gut erst einmal. Eltern sollen zwölf Monate lang ein Elterngeld erhalten, dass 67 % des letzten Netto-Einkommens entspricht. Wenn beide Elternteile die Kinderbetreuung übernehmen, kommen weitere zwei Monate Elterngeld hinzu. Damit haben CDU/CSU und SPD die Tür zu einer stärkeren Verantwortung beider Elternteile für die Babybetreuung einen Spalt weit aufgestoßen. Bei der z.T. sehr konservativen Klientel, die auch im 21. Jh. noch das Prinzip ‚der Mann geht arbeiten, die Ehefrau ist seine unentgeltliche Haushälterin’ vertritt (analog gilt das natürlich auch für zahlreiche Lesben und Schwule), ist das durchaus eine bemerkenswerte Leistung. Elterngeld sollen nach dem vorgestellten Kompromis auch ALG II EmpfängerInnen in einer Höhe von 300 Euro erhalten, die nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden sollen. Noch eine Kröte für die erzkonservative Klientel: auch Alleinzerziehende sollen das Elterngeld über einen Zeitraum von vierzehn Monaten erhalten.*Weiterlesen » » » »

Veranstaltungshinweis:

:: 19. Mai, 19.30 Uhr, Kabale (Geißmarlandstr. 19) :: 22 Uhr female beats mit DJ Teena F., PopRiotCuisine und PinkyWinkyGir ::

Spätestens seit der vollständigen Abschaffung des §175 und der Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft ist auch die lesBiSchwule Community dort angekommen, wo sie gerne hin wollte. Lesben und Schwule haben nun die Möglichkeit auch und vollkommen gute Staatsbürger* zu sein. Der eine kleine Makel ihrer Sexualität scheint ihnen von der Gesellschaft nachgesehen zu werden und erwächst nicht mehr zu einem Ausschlussgrund. Dem entgegen schließen Lesben und Schwule jetzt aus.Weiterlesen » » » »

Die katholische Kirche, die CSU und die bayrische Staatskanzlei wettern seit Wochen gegen eine Papstsatiere bei MTV und beklagen die "Gotteslästerung". Ganz anders reagierten unter anderem oben genannte vor wenigen Wochen als Massenproteste, gegen die Karikatur einer dänischen Zeitung, in der Mohammad als Bombenleger dargestellt wurde, in aller Welt stattfanden. Damals galt die Pressefreiheit als das höhere und freiheitlichere Gut, welches auch die muslimischen Länder zu achten hätten. Wenn mensch nun zusätzlich bedenkt, das die Äußerlichkeit im Islam eine wesentlich höhere Bedeutung als im Christentum hat, wird die Forderung nach Pressefreiheit für die einen und Verbot für die anderen problematisch. Es scheint also nicht weit her mit dem freiheitlichen Verständnis im blau-weissen Bayern. Vielleicht könnte da ein Staatsbürgerschaftstest helfen...

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