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Rheinmetall entwaffnen (hier) hat mich für ihre Aktionstage Ende August zu einem Vortrag Militär und Männlichkeit eingeladen. Ich freue mich sehr darauf. Allerding erfolgt dieser diesmal nicht vor Ort, sondern digital. Hier die Ankündigung:

Militär und Männlichkeit mit Ralf Buchterkirchen am 21.8.2020, 19.00

Militär und Männlichkeit sind zwei eng miteinander verwobene Begriffe, sie scheinen sich sogar direkt zu bedingen. Das Militär als „Schule der Nation“ sollte das Kind bzw. vielmehr den Jungen „zum Manne machen“ – die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht veränderte damit auch die Sicht auf die Geschlechter. Gleichzeitig wurden und werden die beiden angeführten Bilder verwendet, um nicht nur die Soldaten, sondern insgesamt die Gesellschaft zu disziplinieren. Als Gegenstück zu Männlichkeit und Militär werden die konstruiert, die sich dem Militär widersetzen: Deserteure werden als „Feiglinge“ „Drückeberger“ und – ebenfalls geschlechtlich aufgeladen – „Weiber“ stigmatisiert. Ausgehend von Männlichkeitsbildern und konkret am Beispiel der NS-Militärjustiz als willfähriger Repressionsstruktur der Nazis geht Ralf Buchterkirchen der Frage nach, wie und warum Soldaten den Kriegsdienst verweigerten. Eingebunden in konkrete Biografien wird deutlich, wie Männlichkeitsforschung neue Ansätze liefern kann, Militär und Gehorsam zu verstehen und wie daraus resultierend antimilitaristische Arbeit gestaltet werden kann.

Der Input von Ralf Buchterkirchen wird in deutscher Sprache ausgestrahlt, danach Live-Diskussion.

Der Link zur Veranstaltung: https://conference.sixtopia.net/b/rhe-bi3-fyh

erschienen in Zivilcourage 01/2020

Es fing mit einer spontanen Idee an - in der Mittagspause eines Treffen der AG Gender des Bund für Soziale Verteidigung (BSV)  im Herbst 2018. Es wurde eine große Veranstaltung der Friedensbewegung: Am 1. Februar 2020 fand in Hannover die Tagung „Feministische Friedensarbeit: Reflexion. Organisation. Thema - Gender und Intersektionalität als Chancen der antimilitaristischen und pazifistischen Arbeit“ statt. Dieses Symposium kann und wird unzweifelhaft der Ausgangspunkt für weitere Veranstaltungen zum weiten Themenfeld „Gender und Intersektionalität“ sein.

edf

Der Ausgangspunkt

In Anlehnung an Bertha von Suttner hatten wir uns als Projektgruppe „bertha – Werkstatt für intersektionale Friedensarbeit“ gegründet, um dem Symposium auch eine Struktur zur Seite zu stellen, die nach der Veranstaltung weiterarbeiten würde. Wir planten anfangs mit 40 Teilnehmenden. Zählt man diejenigen mit, denen aus Platzgründen abgesagt werden musste, bzw. die selber kurzfristig absagten und somit für Nachrücker*innen Platz machten, interessierten sich beinahe 150 Menschen für die Veranstaltung, bei überschaubarem Werbeaufwand. Knapp 100 von Ihnen waren dann am 1. Februar in Hannover dabei und diskutierten einen Tag lang über die Chancen und Möglichkeiten, Friedensarbeit intersektional aufzustellen. Die Anwesenden waren: zahlreiche, meist weiße, Aktivist*innen aus der Friedensbewegung; Persons of Color (PoC), in der Regel aus anderen aktivistischen Zusammenhängen; Vertreter*innen der Friedens- und Konfliktforschung und einfach Interessierte – das Spektrum der Teilnehmer*innen war breit gefächert, was der Veranstaltung sehr gut tat, da unterschiedliche Perspektiven und Expertisen zusammenkamen.

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Bunt statt Braun, Freitag, 21. Februar 2020, Uhrzeit: 18:00 Uhr; Ort: Großer Platz an der Marktkirche (Am Markte, 30159 Hannover)

Gerne dokumentiere ich den Aufruf:

Liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie, mit Erschüttern haben wir alle heute früh die furchtbare Nachricht aus dem hessischen Hanau zur Kenntnis nehmen müssen: Bei Schüssen an zwei Tatorten sind neun Menschen getötet und weitere Menschen verletzt worden. Die Gewalttat hat nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann einen rechtsradikalen Hintergrund. Der Täter habe mehrheitlich Personen mit Migrationsgeschichte bei dieser feigen und menschenverachtenden Tat getötet. Das Ministerium teilt weiter mit, dass man aufgrund aufgefundener Materialien davon ausgehen müsse, dass es sich um einen rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Hintergrund handelt. Diese Entwicklung können und werden wir nicht akzeptieren. Einen Aufschwung des Rassismus und Rechtsradikalismus werden wir in unserer Gesellschaft nicht hinnehmen. Seite an Seite wollen wir mit allen demokratischen Kräften dafür sorgen, dass sich so eine schreckliche Tat nicht wiederholt. Unser schönes Hannover stellt sich gegen Rassismus und tritt für Vielfalt, Demokratie und Menschlichkeit ein! Denn unsere Stadt ist bunt statt braun. Gemeinsam stehen wir als Demokratinnen und Demokraten zusammen: In Hanau, Niedersachsen und überall! Diese Botschaft werden wir alle gemeinsam bei der morgigen Kundgebung deutlich machen und auf die Straße bringen.

Datum: Freitag, 21. Februar 2020 Uhrzeit: 18:00 Uhr Ort: Großer Platz an der Marktkirche (Am Markte, 30159 Hannover)

Seid dabei, mobilisiert Eure Freundinnen und Freunde und lasst uns ein starkes Zeichen setzen!

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hannover und der AK-Regionalgeschichte e.V. fordern die Stadt Hannover auf vor der Hauptfeldwebel Lagenstein Kaserne einen Gedenkort zu schaffen, an dem der Personen gedacht wird, die hier im Zweiten Weltkrieg wegen Wehrkraftzersetzung oder Desertion hingerichtet wurden. Das könnte ein Riegel von Stolpersteinen ebenso sein, wie eine Gedenktafel.

Hintergrund:

Während der Zweiten Weltkrieges war Hannover nicht nur ein wichtiger Ort der Rüstungsproduktion, sondern auch durch die dort stationierten Soldaten militärisch bedeutsam. Zur Aufrechterhaltung der Schlagkraft der Wehrmacht bediente sich die Militärjustiz eines umfangreichen Strafkatalogs. Wir wissen heute, dass mindestens 46 Soldaten in Hannover hingerichtet wurden. Die Exekutionen fanden auf dem Gelände der ehemaligen Emmich-Cambrai-Kaserne statt. Bis heute wird den Ermordeten nicht angemessen gedacht.

Die kürzlich veröffentlichte Arbeit „Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…“ – Ungehorsame Soldaten in Hannover, Neustadt 2020 (www.ak-regionalgeschichte.de ) von Ralf Buchterkirchen gibt den Hingerichteten einen Namen und zeigt anhand konkreter Einzelfälle, wie brutal und unmenschlich die Verurteilungen und Hinrichtungen erfolgten.

Bis heute erinnert am Kasernengelände nichts an die begangenen Verbrechen. Dies muss sich schleunigst ändern! Gerade mit Blick auf die heutige Rolle der Kaserne als Feldjägerschule der Bundeswehr, ist es erforderlich, dass die damaligen Verbrechen bewusst reflektiert werden, damit heutige Soldat*innen widerstehen. Das Verschweigen der Hinrichtungen muss ein Ende haben und den Getöteten endlich würdig gedacht werden!

Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen … - Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933-1945 mit dem Autor Ralf Buchterkirchen

FÄLLT LEIDER AUS! Termin: 17.3.2020, 19.00 Uhr Pavillon Hannover

Was haben Heinrich Rehse, Hubert Breitschaft, Robert Gauweiler, August Seifert und Anton Biesterfeld gemeinsam? Sie wurden als Soldaten der Wehrmacht zum „Ehrendienst am Deutschen Volk“ gezwungen und eckten aus unterschiedlichen Gründen an. So hat der Jugendliche Heinrich Rehse anderes im Kopf als strammzustehen und auf den Krieg vorbereitet zu werden… Hubert Breitschaft wird denunziert, als er spontan den Ausgang des Hitlerattentates bedauert, August Seifert verweigert den Eid auf Adolf Hitler…

Ralf Buchterkirchen stellt, basierend auf seinem neuen Buch, einzelne Biografien und Materialien für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen zum Thema vor.

Eine Veranstaltung von AK Regionalgeschichte Neustadt und DFG-VK.
Der Eintritt ist frei.

Weltweit protestieren kurdische und mit Rojava solidarische Organisationen und Menschen gegen den Einmarsch des türkischen Militärs. Auch in der Region Hannover gibt es Aktivitäten.

Dieser Blogbeitrag wird laufend mit Termine aktualisiert:

  • Freitag, 11.10.2019, 16.00 - 19.00 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Infostand
  • Samstag, 12.10.2019, 14.00 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Demonstration

Vom 1.-9.September findet das Rheimetall entwaffnen-Camp in Unterlüß statt (mehr Infos hier). Höhepunkt wird am 7.9. eine große Demo sein. Aber bereits die gesamte Woche wenden sich die Aktivist*innen mit zahlreichen Aktionen und Workshops gegen Militarisierung und Rüstungsexporte, bzw. deren Produzenten.

Ich freue mich, am 2.9. um 16.00 Uhr dort einen Vortrag halten zu können.

Militär, Männlichkeit, Gender – die Geschlechterperspektive und Frieden ist mein Thema. Beginn ist 16 Uhr auf dem Gelände des Aktionscamps.

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