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Bunt statt Braun, Freitag, 21. Februar 2020, Uhrzeit: 18:00 Uhr; Ort: Großer Platz an der Marktkirche (Am Markte, 30159 Hannover)

Gerne dokumentiere ich den Aufruf:

Liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie, mit Erschüttern haben wir alle heute früh die furchtbare Nachricht aus dem hessischen Hanau zur Kenntnis nehmen müssen: Bei Schüssen an zwei Tatorten sind neun Menschen getötet und weitere Menschen verletzt worden. Die Gewalttat hat nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann einen rechtsradikalen Hintergrund. Der Täter habe mehrheitlich Personen mit Migrationsgeschichte bei dieser feigen und menschenverachtenden Tat getötet. Das Ministerium teilt weiter mit, dass man aufgrund aufgefundener Materialien davon ausgehen müsse, dass es sich um einen rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Hintergrund handelt. Diese Entwicklung können und werden wir nicht akzeptieren. Einen Aufschwung des Rassismus und Rechtsradikalismus werden wir in unserer Gesellschaft nicht hinnehmen. Seite an Seite wollen wir mit allen demokratischen Kräften dafür sorgen, dass sich so eine schreckliche Tat nicht wiederholt. Unser schönes Hannover stellt sich gegen Rassismus und tritt für Vielfalt, Demokratie und Menschlichkeit ein! Denn unsere Stadt ist bunt statt braun. Gemeinsam stehen wir als Demokratinnen und Demokraten zusammen: In Hanau, Niedersachsen und überall! Diese Botschaft werden wir alle gemeinsam bei der morgigen Kundgebung deutlich machen und auf die Straße bringen.

Datum: Freitag, 21. Februar 2020 Uhrzeit: 18:00 Uhr Ort: Großer Platz an der Marktkirche (Am Markte, 30159 Hannover)

Seid dabei, mobilisiert Eure Freundinnen und Freunde und lasst uns ein starkes Zeichen setzen!

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hannover und der AK-Regionalgeschichte e.V. fordern die Stadt Hannover auf vor der Hauptfeldwebel Lagenstein Kaserne einen Gedenkort zu schaffen, an dem der Personen gedacht wird, die hier im Zweiten Weltkrieg wegen Wehrkraftzersetzung oder Desertion hingerichtet wurden. Das könnte ein Riegel von Stolpersteinen ebenso sein, wie eine Gedenktafel.

Hintergrund:

Während der Zweiten Weltkrieges war Hannover nicht nur ein wichtiger Ort der Rüstungsproduktion, sondern auch durch die dort stationierten Soldaten militärisch bedeutsam. Zur Aufrechterhaltung der Schlagkraft der Wehrmacht bediente sich die Militärjustiz eines umfangreichen Strafkatalogs. Wir wissen heute, dass mindestens 46 Soldaten in Hannover hingerichtet wurden. Die Exekutionen fanden auf dem Gelände der ehemaligen Emmich-Cambrai-Kaserne statt. Bis heute wird den Ermordeten nicht angemessen gedacht.

Die kürzlich veröffentlichte Arbeit „Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…“ – Ungehorsame Soldaten in Hannover, Neustadt 2020 (www.ak-regionalgeschichte.de ) von Ralf Buchterkirchen gibt den Hingerichteten einen Namen und zeigt anhand konkreter Einzelfälle, wie brutal und unmenschlich die Verurteilungen und Hinrichtungen erfolgten.

Bis heute erinnert am Kasernengelände nichts an die begangenen Verbrechen. Dies muss sich schleunigst ändern! Gerade mit Blick auf die heutige Rolle der Kaserne als Feldjägerschule der Bundeswehr, ist es erforderlich, dass die damaligen Verbrechen bewusst reflektiert werden, damit heutige Soldat*innen widerstehen. Das Verschweigen der Hinrichtungen muss ein Ende haben und den Getöteten endlich würdig gedacht werden!

Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen … - Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933-1945 mit dem Autor Ralf Buchterkirchen

Termin: 17.3.2020, 19.00 Uhr Pavillon Hannover

Was haben Heinrich Rehse, Hubert Breitschaft, Robert Gauweiler, August Seifert und Anton Biesterfeld gemeinsam? Sie wurden als Soldaten der Wehrmacht zum „Ehrendienst am Deutschen Volk“ gezwungen und eckten aus unterschiedlichen Gründen an. So hat der Jugendliche Heinrich Rehse anderes im Kopf als strammzustehen und auf den Krieg vorbereitet zu werden… Hubert Breitschaft wird denunziert, als er spontan den Ausgang des Hitlerattentates bedauert, August Seifert verweigert den Eid auf Adolf Hitler…

Ralf Buchterkirchen stellt, basierend auf seinem neuen Buch, einzelne Biografien und Materialien für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen zum Thema vor.

Eine Veranstaltung von AK Regionalgeschichte Neustadt und DFG-VK.
Der Eintritt ist frei.

Weltweit protestieren kurdische und mit Rojava solidarische Organisationen und Menschen gegen den Einmarsch des türkischen Militärs. Auch in der Region Hannover gibt es Aktivitäten.

Dieser Blogbeitrag wird laufend mit Termine aktualisiert:

  • Freitag, 11.10.2019, 16.00 - 19.00 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Infostand
  • Samstag, 12.10.2019, 14.00 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Demonstration

Vom 1.-9.September findet das Rheimetall entwaffnen-Camp in Unterlüß statt (mehr Infos hier). Höhepunkt wird am 7.9. eine große Demo sein. Aber bereits die gesamte Woche wenden sich die Aktivist*innen mit zahlreichen Aktionen und Workshops gegen Militarisierung und Rüstungsexporte, bzw. deren Produzenten.

Ich freue mich, am 2.9. um 16.00 Uhr dort einen Vortrag halten zu können.

Militär, Männlichkeit, Gender – die Geschlechterperspektive und Frieden ist mein Thema. Beginn ist 16 Uhr auf dem Gelände des Aktionscamps.

Noch in diesem Jahr wird meine zweite Monografie erscheinen. Einen Titel und den Klappentext gibt es schon:-) Er erscheint beim Verlag Region und Geschichte, Neustadt am Rübenberge. Mehr Infos folgen zeitnah.

Titel: "Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen..." - Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933-1945

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Der Grüne Ratsherr Daniel Gardemin hat einen Shitstorm ausgelöst, als er am hannöverschen Tabu des Schützenfestes rührte. Einigkeit von SPD, FDP und weiter rechts und auch von grün zeigt sich in der pauschalen Verteidigung des Festes. Natürlich ist es schwierig zu behaupten, dass Schützenvereine per se rechtsoffen sind, dass sie jedoch einen größeren Hang nach rechtsaußen haben, ist unumstritten. Christian Pfeiffer schätzt, dass die Zahl der AfD-Wähler*innen in Schützenvereinen etwa doppelt so hoch ist, wie in der Stadtgesellschaft.

Aufhorchen lässt jedoch auch ein anderer Aspekt, den Gardemin einbrachte: Eine Gedenkminute für Walter Lübcke mit der Begründung, dass es ein Sportschütze gewesen sei, wurde pauschal abgelehnt, anstatt zumindest darüber nachzudenken. Hier verneinen die Vereine jede Verantwortung. Das ist falsch. Klar ist, dass Waffenvereine rechte Militärnarren anziehen, insbesondere da es außerhalb von Polizei und Bundeswehr, die bekanntlich ihre eigenen Probleme mit Rechtsextremen haben, keine legale Möglichkeit gibt, mit Waffen zu hantieren und zu üben.

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