zur Rede von Gauck vor der Führungsakademie der Bundeswehr – Den nächsten Krieg gewinnen wir

Unser neuer Bundespräsident will offensichtlich anders sein als seine Vorgänger und das mit aller Macht. Standen bei aller Kritik an ihnen Integration und friedliches Zusammenleben im Schwerpunkt ihrer Präsidentschaft, packt Gauck den Hammer aus. Erst antimuslimische Reflexe befördernd, stellt er jetzt die Bundeswehr als militärische Institution, als Allheilmittel dar. Wenn er sagt, dass Gewalt “solange wir in der Welt leben, in der wir leben (…) – notwendig und sinnvoll sein, [kann] um ihrerseits Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden” stellt er sich damit klar auf die Seite derer, die bellizistisch den nächsten Krieg vorbereiten. Mehr Offenheit bei Auslandseinsätzen – so seine Forderung – schon lange hat kein Staatsoberhaupt mehr so offen Kriegseinsätze propagiert.
Mit dem gleichzeitigen Ausstellen eines Persilscheines für die Bundeswehr – sie habe sich von unseligen militärischen Traditionen gelöst – ignoriert er massive rückwärtsgewandte Denkprozesse innerhalb des Militärs. Genannt seien hier nur die schwierigen Debatten um die Unbenennung von Kasernen, oder um beispielhaft in die Region Hannover zu gehen, das bleibende Gedenken an das Geschwader Boelcke in Wunstorf, oder das Verweigern des Gedenkens an Deserteure in der Emmich-Cambrai-Kaserne.
Richtig gefährlich wird er allerdings, wenn er von der Bevölkerung den Einsatz des eigenen Lebens für “Freiheit und Wohlergehen” fordert. Bereitmachen für den nächsten Krieg, das Volk muss mobilisiert werden.Quasi alternativlos wird so militärische Lösung propagiert. Das “Volk2 muss sich mal wieder opfern gegen… Ja gegen wen eigentlich? Wer die bisherigen Auslassungen des Pastoren kennt, kann es sich denken und bekommt Angst.

Herr Pastor, sie sind an der falschen Stelle. Krieg ist niemals die Antwort.

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