Der Wille zum Krieg Zur Kontroverse um die Ursachen des 1. Weltkrieges und die deutsche Kriegsschuld

anbei ein Veranstaltungshinweis und ein Link:

 1914: Der deutsche Wille zum Zukunftskrieg” aus Blätter für deutsche und internationale Politik 1/2014 http://www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Presseberichte/wette-blaetter-201401.pdf
22. Juli 2014, 18:00 Uhr, Verdi-Höfe, Rotation, Goseriede 10, Referent: Prof. Dr. Wolfram Wette, Universität Freiburg, Historiker und Friedensforscher
Wolfram Wette befürchtet 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges eine geschichtspolitische Wende in den Fragen nach den Kriegsursachen und der deutschen Schuld an der Auslösung des Krieges. Wette hält diese Entwicklung für hochgefährlich und stützt seinen Standpunkt auf die Resonanz, welches das Buch „Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“ des Historikers Christopher Clark nach seiner Veröffentlichung Deutschland nach sich zog.
Ein „fulminantes Buch“, urteilte nicht nur der Spiegel, und andere Veröffentlichungen mit ähnlicher Ausrichtung wie Clarks Bestseller unterstützen diese Geschichtsrevision. Inzwischen finden Clarks Bewertungen auch Eingang in Regierungsdokumente bei der Neuausrichtung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. So bezog sich Außenminister Walter Steinmeier in seiner Rede vor der Münchener Sicherheitskonferenz Anfang 2014 ausdrücklich auf Thesen von Clark.
Wette stützt sich hingegen weiterhin auf den Historiker Fritz Fischer und dessen Nachfolger, die gegen den erbitterten Widerstand des national-konservativen Mainstreams in der Geschichtswissenschaft die deutsche Hauptschuld am Ersten Weltkrieg belegen konnte und seit den 1960er Jahren diese wissenschaftliche Sichtweise auch durchsetzen konnte. Das Deutsche Reich strebte danach die Hegemonie in Europa an, um dadurch zur Weltmacht zu werden. Wettes zentrale These lautet: Deutschlands „Wille zum Krieg“ ist belegbar.
Die Veranstaltung ist Teil des Gesamtprogramms „100 Jahre Beginn 1. Weltkrieg – 75 Jahre Beginn 2. Weltkrieg – Antikriegstag 2014“. Der Programmflyer und weitere Informationen hierzu stehen ab dem 23.06. zur Verfügung. Siehe auch http://niedersachsen-mitte.dgb.de/

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