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Kommt am 21.04. um 17 Uhr zum Ernst-August-Platz in Hannover
Say it loud, say it clear, refugees are welcome here!

Am 19.04. starben über 700 Menschen bei dem Versuch Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Dies stellt den vorläufig, traurigen Höhepunkt der fast wöchentlichen Katastrophen dar. Seit dem Jahr 2000 habe mehr als 30.000 Menschen bei dem Versuch die Festung Europa zu erreichen ihr Leben lassen müssen.

Das macht uns traurig. Traurig um die Toten, deren Not so groß war, dass sie selbst den gefährlichsten Weg auf sich nahmen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa. Traurig darum, dass sie wie so viele sterben mussten, weil sich Europa immer weiter militärisch abschottet. Wir sind aber auch wütend. Wütend auf einer Politik, die das nicht nur ignoriert, sondern die den Tod so vieler Menschen in Kauf nimmt, Milliarden in die Abschottung der Grenzen investiert und Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Seenot nicht finanzieren will. Und wir sind wütend auf die deutsche Bundesregierung, deren einzige Antwort die Verschärfung des Asylrechts ist.

Aber was regen wir uns auf? Wir könnten es besser wissen. Deutschland, Europa und all die anderen kapitalistischen staatlichen Gebilde haben schließlich nur ihre eigenen Interessen im Blick. Was sind da schon zehntausende Tote, wenn es darum geht, den eigenen Wohlstand zu sichern. "Bis zur letzten Patrone" (Horst Seehofer). Wenn PEGIDA tausende Menschen auf die Straße lockt. Wenn in Deutschland wöchentlich Asylbewerberheime brennen.

Es ist richtig. Diese ganze kapitalistische, rassistische Gesellschaft ist verrückt, ausgrenzend und vor allem tödlich. Um so wichtiger ist es dies nicht einfach hinzunehmen. Sich zu widersetzen. Solidarisch mit den Betroffenen dieser Abschottungspolitik zu sein. Praktische Solidarität zu leisten. Menschen vor den Abschiebbehörden zu verstecken. Sich diesen in den Weg zu stellen. Kämpfenden Refugees materielle Hilfe zu leisten. Und dieses rassistische System anzugreifen. Jeden Tag. Überall.

Kommt am 21.04. um 17 Uhr zum Ernst-August-Platz in Hannover
Say it loud, say it clear, refugees are welcome here!

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gern verbreite ich die Forderungen der Geflüchteten aus Krumpa/Merseburg weiter. Die Geflüchteten übergaben und erläuterten ihre Forderungen Mitte März dem Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts (english version below).

Ein Ruf aus Krumpa

Die Geflüchteten in Krumpa erheben die folgenden Forderungen an die Zuständigen im Land Sachsen-Anhalt:
1. Dezentrale Unterbringung
Die Isolation im Lager und das andauernde Warten machen das Leben für uns hier sehr schwer. Wir sind in einem Dorf und leben isoliert von der örtlichen Bevölkerung. Es gibt wenig bis keine Möglichkeiten, uns hier zu integrieren.
Die Situation in Krumpa ist schlecht, wir fühlen uns hier wie Gefangene. Drei Personen teilen sich einen Raum und es gibt nur einen Schrank und eine Lampe für alle pro Zimmer. Wenn einer schlafen möchte, die anderen aber nicht, dann muss derjenige warten, bis alle anderen auch müde werden. Die Räume, die der Betreuungs- und Integrationshilfeverein (BIH) im Auftrag des Landkreises bereitstellt, sind kleiner, als es die Bestimmungen des Landes Sachsen-Anhalt vorsehen. Diesen Bestimmungen entsprechend, muss eine Person mindestens 6 m² und soll mindestens 7 m² zur Verfügung haben, in Krumpa sind es lediglich 5 m².
Wir haben nicht genug Kontakt zu den hier lebenden Menschen und viel zu wenig Kontakt zur deutschen Sprache. Die Möbel, die der BIH zur Verfügung stellt sind nicht gut und gehen leicht kaputt.
2. Gemeinschaftsunterkunft – eine Steuergeldverschwendung
Der Saalekreis gibt ca. 700 € für jeden Raum in Krumpa, einschließlich Wasser, Elektrizität und Heizkosten aus (235 € pro Person, drei Menschen teilen sich normalerweise einen Raum). Warum gibt der Saalekreis so viel Geld für ein isoliertes Lager in einem kleinen Dorf aus und nicht in der Stadt, wo es mehr Möglichkeiten gibt? Wir fordern einen besseren Ort zum Leben, wie zum Beispiel in Merseburg. Wir fordern die Behörden auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen und uns, die Flüchtlinge aus Krumpa, dezentralisiert in Orten wie Merseburg unterzubringen.
3. Arbeitserlaubnis für Alle
Im Saalekreis dauert es sehr lange eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Es vergehen meist drei Monate, bis eine Arbeitserlaubnis nach Beantragung erteilt wird. In anderen Regionen in Deutschland bekommen Flüchtlinge die Arbeitserlaubnis viel leichter.
Im Saalekreis müssen wir zuerst Arbeit finden und dann bekommen wir die Erlaubnis von der Ausländerbehörde. Wie soll man ohne Arbeitserlaubnis Arbeit finden? Das ist unmöglich.
Wir fordern eine sofortige Arbeitserlaubnis für alle Flüchtlinge mit einem legalen Aufenthaltstitel im Saalekreis.
4. Bildung
Wir haben nicht genügend Zugang zu Bildung. Die 4,5 Stunden Deutschkurs für insgesamt 265 Flüchtlinge in Krumpa im kleinen Clubraum der Gemeinschaftsunterkunft sind zu wenig.
Damit wir uns in die Gesellschaft integrieren können, brauchen wir die Möglichkeit Deutsch zu lernen. Der Sprachkurs, der von BIH angeboten wird ist nicht ausreichend. Wir brauchen bessere Bedingungen, als wir sie in Krumpa vorfinden. Wir brauchen Lehrer, die ausgebildet sind, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, damit wir unsere Fähigkeiten verbessern Deutsch zu sprechen.
Wir fordern den vollen Zugang zum deutschen Bildungssystem für alle Flüchtlinge im Saalekreis.
Wir sind hier als Flüchtlinge. Wir wollen in diesem Land leben. Wir warten darauf, nicht mehr in Krumpa leben zu müssen, sondern in dezentralen Unterkünften. Wir warten auf die Möglichkeit zu arbeiten und wir wollen arbeiten, damit wir für unseren Lebensunterhalt selbst aufkommen können. Wir warten darauf, den vollen Zugang zu Bildung zu bekommen, denn Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg! Wir kämpfen dafür vollständig in diese Gesellschaft integriert zu werden.

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**!! Achtung - Reisewarnung !!*

*Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen /"mos maiorum"/ statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen
ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und möglichst viele von uns festnehmen.

Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.*

*Gegen die Festung Europa!*
*Kein Mensch ist illegal!*
*

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!! travel warning !! *

An EU-wide police operation with the name ?mos maiorum? is taking place from 13th to 26th of October. During two weeks 18.000 police forces will chase people without papers. They want to find out about our migration routes and arrest as many of us as possible.

Please warn all people without papers! Encreased controls are expected in trains, train stations, on airports, on highways and on inner-european borders.

*Against fortress Europe! **
**No one is illegal!*

!! Avertissement !!
Sous le nom de “mos maiorum”, une opération policière aura lieu du 13. au 26.10. dans l’UE entière. En coopération avec FRONTEX, 18.000 policiers vont chasser les sans-papiers pendant ces deux semaines. Ils veulent détecter nos voies de migration et aussi capturer le nombre le plus haut possible de nous. S’il vous plaît, prévenez tous les gens sans papiers!
Il faut s’attendre à plus de contrôles surtout dans les trains, les gares, les aéroports, sur les autoroutes et aux frontières européennes internes.
Non à l’Europe Forteresse !
Personne n’est illégal !

**¡¡ Atención: Advertencia de viajar!!*

*Desde el 13. hasta el 26 de Octubre va a tener lugar en todo el territorio de la Union Europea una acción policial bajo el nombre /"nos maiorum"/.
En esas dos semanas aproximadamente 18.000 policías colaborando con FRONTEXobjetivo van a cazar personas sin permiso de residencia. Su objetivo es identificar vías de migración y detener el mayor número posible.

¡Por favor avisad personas sin papeles! Habra controles sobre todo en trenes, estaciones, aeropuertos, autovías y en las fronteras intraeuropeas.

*¡En contra de la fortaleza Europa!
*¡Ninguna persona es ilegal!

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