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Vergangene Woche lies die Bundeswehr via Hannoversche Allgemeine verlauten, das der Abzug der 1.Panzerdivision endgültig zum Ende des Jahres erfolgen würde. Das ist gut für Hannover, jedoch schlecht für Oldenburg, die sich nun antimilitaristisch mit den Krieger_innen auseinandersetzen müssen.

Proteste gegen das Sommerbiwak 2008

Zwei Randbemerkungen im Artikel lassen aber aufhorchen. Zum Einen wird mit Verweis auf den kurzen Zeitraum zwischen Abzug und Sommerbiwak und der daraus entstehenden Terminknappheit das Sommerbiwak still und leise beerdigt. Die offensichtliche Unsinnigkeit des Argument zeigt, das die Bundeswehr froh ist, das ungeliebte militärische Spektakel losgeworden zu sein, welchen jedes Jahr weniger Teilnehmer_innen, dafür jedoch regelmäßig negative Schlagzeilen (aus Sicht der Bundeswehr) bot. Das Sommerbiwak ist und war ein wichtige Gelegenheit, antimilitaristischen Protest in der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Militär zu positionieren, eine Auseinandersetzung, die das Militär nie zu führen bereit war.

Zum Anderen wird der Termin des Zapfenstreiches geheim gehalten, da mit Protest gerechnet werden müsse, so die 1.Panzerdivision. Das dahinter liegende antidemokratische Denkmuster erschreckt. Weil die Bundeswehr fürchtet, das Menschen von ihren Grundrechten Gebrauch machen - die ja die Bundeswehr in ihrer Eigenwerbung angeblich verteidigt - greift sie zu diesen Mitteln. Das hat was von DDR, ehrlich.

 

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Während nach Schätzungen von Besuchern 1000 bis 1500 zumeist geladene Gäste die 1. Panzerdivision und ihr aktuelles Wirken in aller Welt feierten – die Veranstalter_innen hatten immerhin auf 5000 Gäste gehofft –, demonstrierten 300 Menschen direkt vor dem HCC (Hannover Congress Centrum) und zogen anschließend mit einem Protestmarsch um den Veranstaltungsort des Sommerbiwaks und dann in die Innenstadt. Die Demonstrierenden skandierten „Blut, Blut, Blut an euren Händen“ und wiesen damit darauf hin, dass es mit Krieg keinen Frieden geben kann, sondern dass er eine Eskalation von Konflikten ist. Gleichzeitig wiesen sie auf die von deutschen Soldaten unter anderem in Afghanistan getöteten Menschen hin – und dass es vor dem Hintergrund der zahlreichen zivilen und militärischen Opfer auch dieses Krieges – mit Beteiligung der Bundeswehr, und explizit der 1. Panzerdivision – keinerlei Grund zu feiern gibt. Wer kam überhaupt einmal auf die Idee, dass Armee, Töten und Krieg gefeiert werden könnten? ->weiterlesen “Proteste gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr” »

Widerstand gegen die 1. Panzerdivision und das Sommerbiwak.
Kundgebung am HCC mit anschliessender Demonstration in die Innenstadt!

FR. 09.08.2013 18:00 HCC

Lasst uns den Krieg stoppen, auch in Hannover

Krieg beginnt hier-
Gekämpft und gestorben wird woanders! Wir nehmen Krieg in der Regel nur medial wahr. Dennoch wird von hier aus geplant, organisiert, Kriegsgerät produziert und in alle Welt transportiert. Vom Fliegerhorst Wunstorf aus gehen Militärtransporte in die ganze Welt. In der Emmich Cambrai-Kaserne in Hannover findet die Militärpolizeiausbildung zur Aufstandsbekämpfung statt und in Unterlüß lässt Rheinmetall Panzer bauen. In der Stadt Hannover befindet sich der Stab der ersten Panzerdivision, sie ist die Kriegsdivision des deutschen Heeres. Seit Beginn der Auslandseinsätze der Bundeswehr ist die 1 . Panzerdivision dabei.

Damit die Militärs in Ruhe ihre Kriegsvorbereitungen treffen können, damit sie ihre Kriege führen können, damit auch die Rüstungsindustrie expandieren kann – dafür wird Stillschweigen gebraucht im eigenen Land oder noch besser: Zustimmung. Um diese Zustimmung herzustellen, wird auch gefeiert. ->weiterlesen “Kundgebung und Demonstration gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr 2013” »

Wie in den letzten Jahren auch, so wird die Bundeswehr gemeinsam mit der Stadt Hannover sich selbst feiern und damit einen Beitrag zur Militarisierung der Gesellschaft leisten.

Unter dem Motto "miteinander verbunden- füreinander einstehen" wollen sich die Krieger_innen zum 40. Mal in der niedersächsischen Landeshauptsstadt feiern, selbstverständlich mit Fackeleinmarsch und militärischem Pomp.

Wem bei dem Gedanken auch ein wenig gruselt, sei herzlich eingeladen am 9.August, dem Tag dieses "Festes" der 1. Panzerdivision laut und bunt gegen den militärischen Wahn zu demonstrieren. Genaue Infos und der Aufruf folgen hier, bzw. auf den entsprechenden Websites.

 

Tresengespräch 1: Schule und Militär, 24.04.2013 19:00 Cafe Siesta Faust

Mit dem Ende der Wehrpflicht drängt es die Bundeswehr verstärkt an die Schulen! Dort sucht sie zum einen neue Rekruten und Rekrutinnen, zum anderen will sie schon Jugendliche von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen. Und die Daten aller Schüler_innen bekommt das Militär für Werbekampagnen frei Haus.
Wie diese Entwicklung einzuschätzen ist, ob und was wir dagegen tun sollten und können, wollen wir in diesem Tresengespräch diskutieren.
Bei Tresengesprächen gibt es kurze Inputs der einladenden Gruppen. Danach sind alle aufgerufen sich zu beteiligen.
Mit diesen Tresengesprächen wollen wir einen Ratschlag gegen das 40. Sommerbiwak und für antimilitaristische Bewegung in Hannover vorbereiten.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover und der Grünen Jugend Hannover

Tresengespräch 2: Konfrontation gegen das Militär und seine Freunde oder Aufklärung der Bevölkerung,  29.04.2013 20:00 UJZ KORN

Zwischen diesen scheinbaren Polen haben sich in den letzten Jahren viele Debatten über den Widerstand gegen das Sommerbiwak bewegt. Woher kommt Das, was ist der Stand und wie geht es weiter?
Das wollen wir in diesem Tresengespräch diskutieren.
Bei Tresengesprächen gibt es kurze Inputs der einladenden Gruppen. Danach sind alle aufgerufen sich zu beteiligen.
Mit diesen Tresengesprächen wollen wir einen Ratschlag gegen das 40. Sommerbiwak und für antimilitaristische Bewegung in Hannover vorbereiten.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover und Teilnehmern des letztjährigen GÜZ Camps

Die mögliche Lieferung von bis zu 800 Panzern an das saudische Regime sorgt für Aufsehen. War es bisher nur für wenige Interessierte Thema kommt nach jahrelangem Schweigen ein Thema an die Öffentlichkeit, welches gerne verschwiegen und hinter geschlossen Türen verhandelt und abgeschlossen wird. Im Rahmen der Proteste gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr lud zu diesem Thema der Antimilitaristische Aktionskreis, organisiert von Friedensbüro und DFG-VK Hannover, den Rüstungsexperten Niels Dubrow vom Berliner Büro für transatlatische Sicherheit (BITS) zu einem Vortrag zu Geschichte und gegenwärtigen Stand deutscher Atomwaffengeschäfte ein.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der fast kompletten Zerstörung der deutschen Rüstungsproduktion dachte niemand ernsthaft an einen Neuaufbau dieses „Wirtschaftszweiges“. Mit der Gründung der Bundeswehr 1955 wurde der Aufbau einer eigenen Rüstungsproduktion gestartet. Ziel war, den Eigenbedarf der neuen Armee zu decken. Nachdem der Bedarf gedeckt und Überkapazitäten aufgebaut wurden, gab es erste Versuche auch ins Ausland zu exportieren. Begonnen wurde beispielsweise mit U-Booten, da diese – so die zentrale Argumentation – nicht gegen Bevölkerung zu richten sei. Nach und nach kristallisierten sich weitere Argumente der Exportbefürworter heraus: „Wenn wir nicht exportieren, liefern andere.“ „Wir liefern nur an Freunde, dies sei ihnen nicht zu verwehren.“ Und vor allem. Es geht ja schließlich um Arbeitsplätze. Ein Argument, was auch dazu führte und führt, das Gewerkschaften im Zweifel auch Rüstungsexporten einem friedlichen Miteinander den Vorzug geben. ->weiterlesen “Waffenexporte weltweit – reloaded” »

In der Berichterstattung der Hannoverschen Presse wurde nach den angezündeten Bundeswehrfahrzeugen vom 7. Juni 2012 eindeutig Stimmung gemacht gegen die Aktivitäten des ‚Antimilitaristischen Aktionskreises‘ gegen das ‚Sommerbiwak‘ der 1. Panzerdivision. Zitate, Kommentare, Berichterstattung und Verfassungsschutzangaben wurden so zusammengestellt, dass eindeutig ‚klar‘ war, wer die Täter waren: ‚Linksextremisten‘, ‚Autonome‘. Das Friedensbüro ist Teil des ‚Antimilitaristischen Aktionskreises‘ und wird als solches die Protestaktionen gegen das ‚Sommerbiwak‘ weiter fortsetzen. Das Friedensbüro und alle anderen Bündnisgruppen erwarten, nach dem, was wir tun und veröffentlichen beurteilt zu werden und nach nichts sonst. ->weiterlesen “dokumentiert: PM des Antimilitaristischen Aktionskreises zum Sommerbiwak 2012” »

Friedensbiwak 2009
am: 15. August 2009, ab 17 Uhr, Pavillon (Lister Meile 4, Hannover)

Das Grundgesetz stellt klar: die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar. Dieses grundlegende Recht wird schon lange angegriffen. So wird in der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland in zunehmendem Maße auf militärische Auseinandersetzungen gesetzt. Ob im Kosovo, in Afghanistan oder vor der Küste Somalias: Nicht Gewaltfreiheit und Anerkennung der Würde von Menschen stehen im Mittelpunkt der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, sondern Waffen und Gewalt. Im Jahr 2008 sind die Ausgaben hierfür um 20% auf knapp 50 Milliarden Euro gestiegen. Diese 50 Milliarden Euro werden dringend für zivile Investitionen gebraucht: nicht zuletzt für eine zukunftsfähige  Bildung der jungen Generation. Wir fordern: 50 Milliarden für den Frieden! ->weiterlesen “Sie feiern den Krieg – Wir feiern den Frieden” »

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