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ein Gastbeitrag von Dirk Dumke

Die Vertragsverlängerung mit dem Trainer und BW-Sponsoring stand ganz weit oben auf der Prioritätenskala des Verein
Das 120. Jubiläum mit Bundeswehrbeigeschmack beim Verbandsligisten Rostocker FC

Für die Anwerbung von Freiwilligen kann die Bundeswehr in diesem Jahr 35,3 Millionen Euro ausgeben, mehr als je zuvor. Das sind 5,3 Millionen Euro mehr als im letzten Jahr, da waren es noch knapp 30.000 Mio.€ und sogar dreimal so viel wie 2010. Damals gab es allerdings noch eine Wehrpflicht. Nach deren Wegfall benötigt die Bundeswehr jedes Jahr 25.000 neue Frauen und Männer.
Das die Bundeswehr nun auch verstärkt im Amateurfußball Präsenz zeigt hat Gründe. Schließlich finden sich hier Jugendliche, die sich für „Teamgeist, Kameradschaft und Einsatz“ begeistern lassen, so begründet die Armee ihren Einsatz dort. In den Kommandozentralen der Bundeswehr ist man sich da ganz sicher, Sommer- und Wintersportler in Uniform haben viel Edelmetall für die Bundeswehr gewonnen. Doch mit Triathleten und Biathleten allein lässt sich keine Freiwilligenarmee füllen. Aber mit fußballbegeistetern jungen Menschen schon. Die BW verkauft sich auch gerne als Event-und Marketingagentur, seit 2014 kümmert sich eine eigene Abteilung Jugendmarketing um Events. Dort sind sieben Mitarbeiter aus dem Kölner Bundesamt für Personalmanagement beschäftigt und die jährlichen Personalkosten belaufen sich auf 397.197 €.
Die im Kriegsgebiet drohenden Gefahren wie Verwundung, Tod, Traumatisierung oder das Töten von Menschen werden in der Kampagne nicht angesprochen.
Ob nun im Profisport oder im Amateursport spielt für die BW keine Rolle, es soll nach "betriebswirtschaftlichen Parametern" ausgewählt werden, aber tatsächlich initiiert eher ein Bundeswehrangehöriger die Kooperation vor Ort wie beim RFC.
Der Etat für Sportkooperationen mit Vereinen betrug im Jahre 2014 (420.000€), deutlich weniger als im Jahr 2013 (453.000 Euro), erheblich mehr aber als 2012 (253.000 Euro). Der Löwenanteil floss dabei für Reklame an Fußballvereine. ->weiterlesen “(K)ein Besonderer Tag beim Rostocker FC – Enge Sportkooperation mit der Bundeswehr mit umfassenden Folgen” »

ein Gastbeitrag von Dirk Dumke

Im Juni 2015 wird der Rostocker FC 120 Jahre alt und ausgerechnet im Vereins-Jubiläumsjahr sorgt das Bundeswehrsponsoring für mächtig Zoff , Frust und Unruhe und löste Protest aus.
Im letzen Jahr ging es recht bunt zu beim Rostocker FC.

120jähriges Vereins-Jubiläum 2015 beim ältesten und Traditionsverein in Mecklenburg.
Am 20.06.1895 gründeten die vier Gymnasiasten Michael Beyer, Paul Buchholtz, Wilhelm Metzenthin und Werner Ahrens den “Rostocker Fußball-Club (RFC)”.

Ist mein Verein noch zu retten? Sport frei oder still gestanden!
Verkauft der Rostocker FC seine Fussballseele und wird zur Fussballkompanie?

Kooperationspartner der Bundeswehr 2014/15 sind unter anderen: Hannover 96 mit 65.500 Euro ,FC Carl Zeiss Jena mit 40.000 Euro ,Holstein Kiel 34.500 Euro, Flensburg Handewitt 34.500 Euro, Reinick. Füchse Berlin 27.000 Euro, Karlsruher SC 23.200, VfR Aalen 19.500, Bad Schwartau 17.000 Euro, 1. FC Union Berlin 15.000 Euro, Berliner Fußball-Verband 6.000Euro, Lörrach-Brombach 11.300 Euro ,Köpenicker Sportclub e.V. 8.800 Euro, Chemnitzer FC 10.000 Euro, HSG Varel-Friesland 5.400, SV Grün-Weiß Schwerin 4.000, SV Würzburg 05 3.400, Motorsportclub Flöha 1.200, TSV Rudelzhausen 500 Euro, VFR Schneckenlohe 450 Euro, TSV Wolkersdorf 150 Euro.Anlage


Kaschierter Werbefeldzug der Bundeswehr für frisches Kanonenfutter

Bundeswehr sponsert Verbandsligisten Rostocker FC und das sorgt für Unmut im Verein.

Einerseits das gesellschaftliche Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie und der Auftritt von "Storch Heinar", andererseits das Premium-Sponsoring mit der BW, das eher schleichend und leise kam. Wenn den aktuellen Versuchen nichts entgegengesetzt wird, wird es schwer werden, das Militär wieder aus den Stadien zu verdrängen. Dort hat es aber nichts zu suchen – genauso wenig wie an Schulen.
Die Pläne der Verantwortlichen beim RFC stoßen auf Widerstand und nicht alle Teilen die Argumentation und Folgen ihr.
Mit dem Allheilmittel Geld wird die Zwangsläufigkeit oder Notwendigkeit des Sponsoring beim Rostocker FC von Verantwortlichen begründet. Für den schnöden Marmor von 5.500 Euro wird die Fußballseele des RFC verkauft und die leidet jetzt.
Trotz des großen Wirbels und Widerstand verstärkte die BW seit Juli 2014 beim RFC ihr Sponsoring.
Der Werbeetat der Bundeswehr ist von 1998 bis 2015 von 9 auf 35,3 Millionen Euro gestiegen. ->weiterlesen “Truppenbesuche in Stadien und dafür Staatsknete” »

ein Gastbeitrag von Dirk Dumke

Sportvereine bieten der BW eine Plattform mit ihrem Logo bei sich zu werben ,2013 waren es 44 Vereine und 2014 sind es 27 Kooperationen mit Sportvereinen.
Es ist kein vorübergehender sondern ein langfristiger Großeinsatz und es wird mit Steuergeldern ziemlich Lax umgegangen.

Alles begann 1895. Eine Handvoll Jahre vor der Jahrhundertwende wurde der Rostocker FC gegründet. In der Folgezeit war der Werdegang des Vereins durch viele Umbenennungen und Fusionen geprägt. Auch die Entwicklung des Vereins war den Wirkungen des Zeitgeistes unterworfen und konnte sich den Wechselwirkungen der Geschichte nicht entziehen.
In den letzten Jahren hat sich der RFC mit seinen knapp 600 Mitgliedern in der Verbandsliga etabliert. Auf den Trikots der Jugendabteilung werben die linken Bands Dritte Wahl und Feine Sahne Fischfilet. Eigentlich verkörpern der Verein, seine Sportler, Mitglieder und Fans das, wofür der RFC steht: Weltoffenheit, Toleranz, Respekt und Fair Play – Werte, die auf und neben dem Spielfeld Bestand haben, aber nicht mit der BW.
Verblüffenderweise dürfen sich »Fans und Fördermitglieder, die gegen den neuen Partner sind«, von Vereinsboß Greese verstanden fühlen: »Zum einen haben wir viele Wehrdienstverweigerer aus der DDR und BRD in unseren Anhängerreihen, die aus moralischen Motiven nichts mit dem Waffendienst zu tun haben möchten. Zum anderen besteht die Furcht bei einigen Fans, dass der RFC dadurch das verliert, was er sich langfristig aufgebaut hat«.
Man bedenkt die Fan-Szene mit Bespaßungsaktionen ,wie einem Videodreh beim RFC, der da die Hauptrolle spielt im Musikvideo zu “Fußballgott“ vom Hip-Hop-Trio Fettes Brot, das offenbar seine Begeisterung für die Bundeswehr entdeckt hat. Auf dem Volksfest anlässlich des 825. Hamburger Hafengeburtstages sorgte die Band persönlich für Aufmunterung der „Kameraden im Einsatz“. ->weiterlesen “Kaschierter Werbefeldzug der Bundeswehr” »

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ein Gastbeitrag von Dirk Dumke

wappenVerkauft der Rostocker FC seine Fussballseele und wird zur Fussballkompanie?
Alles begann 1895. Eine Handvoll Jahre vor der Jahrhundertwende wurde der Rostocker FC gegründet. In der Folgezeit war der Werdegang des Vereins durch viele Umbenennungen und Fusionen geprägt. Auch die Entwicklung des Vereins war den Wirkungen des Zeitgeistes unterworfen und konnte sich den Wechselwirkungen der Geschichte nicht entziehen.
Eigentlich verkörpern der Verein, seine Sportler, Mitglieder und Fans das, wofür der RFC steht: Weltoffenheit, Toleranz, Respekt und Fair Play – Werte, die auf und neben dem Spielfeld Bestand haben, aber nicht mit der BW.
Einerseits das gesellschaftliche Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie und der Auftritt von "Storch Heinar", andererseits das Premium-Sponsoring mit der BW, das eher schleichend und leise kam. Wenn den aktuellen Versuchen nichts entgegengesetzt wird, wird es schwer werden, das Militär wieder aus den Stadien zu verdrängen. Dort hat es aber nichts zu suchen – genauso wenig wie an Schulen.
Als Brustsponsor der A-Jugend wirbt die Rostocker Band „Feine Sahne Fischfilet“, die B-Jugend wird von „Dritte Wahl“ unterstützt. Musikbands, die den Jugend-Fußball sponsern, das ist außergewöhnlich. ->weiterlesen “Ist mein Verein noch zu retten? Sport frei oder still gestanden!” »

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