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So., 4.11., 15 Uhr, Neustadt a. Rbge., Zwischen den Brücken

Zum 80. Jahrestag der Pogromnacht wird nach jahrzehntelanger öffentlicher Debatte ein Mahnmal für die Neustädter Opfer des Holocaust errichtet. Im Mittelpunkt des Mahnmals stehen die Namen der Menschen aus Neustadt und den zugehörigen Dörfern, die in verschiedenen „Judenlisten“ der NS-Behörden erfasst und damit der Vertreibung und Vernichtung preisgegeben waren.

Die Geschichte der Vernichtung der jüdischen Gemeinde wurde vom Arbeitskreis Regionalgeschichte erforscht und publiziert. Zahlreiche Menschen setzten sich mit ihren Unterschriften für das Anbringen einer Gedenktafel am ehemaligen Standort der Synagoge ein und (vergeblich) für die Benennung von Straßen nach den Ermordeten; andere gaben Geld für das Verlegen von Stolpersteinen. Neustädter Schüler*innen fertigten den Entwurf für das Mahnmal an. Durch zahlreiche Spenden sowie die finanzielle Unterstützung der Altrewa Bürgerstiftung konnte das Mahnmal schließlich realisiert werden. Gedenktafel, Stolpersteine und Mahnmal bilden eine Einheit des öffentlichen Gedenkens an die Opfer von Antisemitismus und Rassismus.

Jüdisches Leben in Neustadt am Rübenberge - Geschichts- und Kunstausstellung - Künstlerische Arbeiten von Kerstin Faust

Ausstellung: 6.11.-30.11.2018, Neustadt a. Rbge., Rosenkrug, Nienburger Str. 28
Vernissage mit dem Quintett des Zentrums Jüdischer Musik Hannover,
Di., 6.11., 19.30 Uhr, Rosenkrug

In der Nacht des Pogroms vom 9. November 1938 werden die letzten aktiven Mitglieder der Neustädter Synagogengemeinde verhaftet, das jüdische Gebetshaus und Wohnungen verwüstet. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten jüdischen Neustädterinnen und Neustädter bereits aus der Stadt geflohen. Tagtägliche Schikanen, allgegenwärtiger Hass und die systematische Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen haben ihnen das Leben in der Kleinstadt unmöglich gemacht. 1939 lebt nur noch eine Jüdin in Neustadt, die kurz vor Kriegsende noch verschleppt wird.

Doch auch in Hannover, Bremen, Hamburg oder Amsterdam sind die Geflohenen nicht sicher, sie werden in die Vernichtungslager deportiert und ermordet. Einigen gelingt die Flucht nach England oder Amerika, wo sie sich unter großen Mühen ein neues Leben aufbauen.

Antisemitismus, Rassenwahn und Krieg führen dazu, dass eine über Jahrhunderte in Neustadt lebende Minderheit vernichtet wird.

Mit der Ausstellung soll an die Geschichte der jüdischen Neustädterinnen und Neustädter erinnert werden. Teil der Ausstellung sind künstlerische Arbeiten von Kerstin Faust.

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