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Zum 4.Mal wollte heute die islamhassende Pegida in Hannover (früher Hagida und nicht zu verwechseln mit der Abspaltung Padega:-) ) demonstrieren. Dazu traf man sich am Rande des Georgsplatzes geschützte durch eine massive Kette aus Polizeiwagen. IMG_20150323_183316Schon schnell wurde klar, Pegida gibt sich nicht mal mehr den Anschein von Bürgerlichkeit, sondern ist zur offenen Neonazidemo verkommen. Fast alle Teilnehmer_innen sind eindeutig dem jugendlichen Neonazispektrum zuzuordnen. Blick auf Hagida (hinter der Polizeikette)Das änderte aber nichts daran, das nur ein trauriges Häuflein von 50 Menschen zustande kam, die von ca. 200 Gegendemonstrierenden lautstark gestört wurden. Allerdings waren es auch nicht genug, die Demonstration zu verhindern. Innerhalb von 5 Minuten absolvierten die Neonazis auf dem Fussweg die Runde um den Block. Die nächsten Demonstrationen der Hagidioten sind bereits angekündigt.

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ein Beitrag verschiedener Aktiver gegen HAGIDA

Seit Anfang des Jahres müssen wir uns in Hannover mit einem Ableger der PEGIDA Bewegung herumschlagen. Von Anfang an war klar, dass wir auf die Straße gehen müssen, um der rassistischen Stimmungsmache etwas entgegenzusetzen. Beim ersten Mal haben wir mit 2500 Menschen den Aufmarsch von 300 Rassist_innen gleich am Auftaktort mit Blockaden gestoppt.
Beim zweiten Mal haben wir erlebt wie die Polizei versucht hat die Blockadesituationen zu eskalieren. Nichtigkeiten wurden zum Anlass genommen, um Menschen mit Schlägen, Knüppeln und Pfefferspray zu verletzten. Viele Aktivist_innen wurden In Gewahrsam genommen und müssen sich nun mit Anzeigen herumschlagen.
Am 23. Februar, zur dritten Hagida Kundgebung, hat sich die Linie der Polizei fortgesetzt. Wieder wurde alles daran gesetzt die Situation eskalieren zu lassen. Es wurden Gegendemonstrant_innen provoziert, durch Pfefferspray und Faustschläge verletzt und zum Teil in Gewahrsam genommen. Währenddessen versammlten sich auf dem Opernplatz nur noch maximal 80 verwirrte HAGIDA Anhänger_innen. Das die Zahl so deutlich gesunken ist, sehen wir als Erfolg unserer Aktionen an
Nach der zweiten Blockade luden organisierte Gruppen zu einem offenen Treffen, um den Austausch zwischen allen zu ermöglichen, die blockiert haben. Wir wollten gemeinsam eine Strategie entwickeln. Am letzten Sonntag haben sich wieder Menschen aus unterschiedlichen Spektren der Blockierer_innen zusammen gesetzt und beraten, wie die kommenden Protest gegen HAGIDA umgesetzt werden sollen. Folgende drei Punkte haben wir als gemeinsame Position festhalten können.

1. Auch bei der kommenden HAGIDA Aktion am Montag, den 09.03. werden sich wieder viele Menschen rund um den Opernplatz einfinden, um ihren Protest gegen den rassistischen Aufzug auszudrücken. HAGIDA soll mindestens gestört werden. Wir sind mit allen solidarisch, die sich gegen Rassismus und HAGIDA engagieren.

2. Am kommenden Montag wird es keine Begleitung von Blockadevorhaben durch z.B. den twitter Account @block_hagida geben. Wir haben feststellen müssen, dass unsere Kräfte nicht ausreichen um den Opernplatz effektiv zu blockieren. Das Verhalten der Polizei hat gezeigt, dass sie bereit ist auf Gegenprotest mit unverhältnismäßiger Gewalt und Festnahmen zu reagieren, um 80 rassistischen Spinner_innen den Weg frei zu machen. Unser Ziel war von Anfang an gemeinsam HAGIDA zu stoppen und nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei zu suchen. Wenn die Situation so bleibt wie sie jetzt ist wollen wir keine Aktivist_innen in unübersichtliche, nicht kontrollierbare Situationen bringen, deshalb wird es keinen Aufruf organisierter Gruppen zu Blockaden geben.

3. Unser Kampf gegen Rassimus fängt weder bei HAGIDA an, noch hört er bei denen auf. Wir stellen uns gegen den alltäglichen Rassismus in dieser Gesellschaft. Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen im April mit einer eigenen antirassistischen Aktion in Hannover auf die Straße zu gehen. Haltet Augen und Ohren offen!

Blockierer_innen gegen HAGIDA u.a. Aktive von AGH - Antifaschistische Gruppe Hannover, Fast Forward Hannover, Interventionistische Linke Hannover, LUH_Contra

Refugees welcome . Flüchtlinge Willkommen
Refugees welcome . Flüchtlinge Willkommen

Heute demonstrierten in Hannover die ehemals als HAGIDA firmierenden Ableger der Pegida auf dem Opernplatz. Wurde die Kungebung noch großspurig als Demonstration angekündigt, verzichteten die Veranstalter_innen offenbar im Vorfeld auf einen Rundgang und beschränkten sich auf eine stationäre Kundgebung. Laut Hannoverscher Allgemeinen waren es 70 Anhänger_innen, die sich gegen eine pluralistische weltoffene Gesellschaft wandten und mit 19 Thesen (siehe "da freut sich das rechtsradikale Herz") ihre Rückwärtsgewandheit zeigten. Ihnen standen etwa 300 Gegendemonstrierende gegenüber. Offenbar wird das Thema weitgehend als abgehakt betrachtet, anders ist die geringe Gegenmobilisierung nicht zu erklären. Hier wurde die Chance versäumt aus einer Gegendemonstration ein deutliches Zeichen für etwas - für eine weltoffene Gesellschaft - zu setzen. So beschränkte sich die Gegendemonstration leider auf wenige, die trotz alledem NEIN zu alten und neuen Nazis sagten.

Holocaustmahnmal am Opernplatz kurz vor der Pegidademo am 23.02.
Holocaustmahnmal am Opernplatz kurz vor der Pegidademo am 23.02.
Blick auf die Oper kurz vor der Pegidademo am 23.02.
Blick auf die Oper kurz vor der Pegidademo am 23.02.

Von der rechtsradikalen Demonstration selber ist wenig zu sagen: Deutschlandfahnen und seltsam abgehackte Reden, die an eine Hitlerparodie erinnerten (ob die Redner_in wirklich so sprach oder es an der Anlage lag ist unklar), liesen das Ganze eher skurril komisch als bedrohlich erscheinen.

Unverhältnismäßig war jedoch der Einsatz der Polizei für dieses arme Häufchen Verwirrter. Der gesamte hannoversche Opernplatz war teilweise durch mehrfache Hamburger Gitter abgesperrt, die Stadt nicht unerheblich lahmgelegt. Eine kleinere Absperrung hätte auch - selbst bei der irrigen Annahme soviele Teilnehmer_innen wie angemeldet - nämlich 500 - würden erschienen. Hier erscheint Panikmache das Maß der Dinge zu sein. Das zeigt auch der massive Einsatz polizeilicher Kräfte in voller Kampfmonitur.

Fun fact am Rande: Wie schon bei den Gegendemonstrationen der vergangenen Wochen, meldete die Polizei (!) die Spontandemo an - fand aber keine Anmelder_in; in mehreren Durchsagen stellte die Polizei das Vorhandensein einer "Spontandemo gegen Pegida in Hannover" fest und forderte einen "Versammlungsleiter"(muss wohl ein Mann sein), der sich bei Ihnen melden sollte. Merke Spontandemonstrationen werden also nicht mehr von Demonstrierenden bei der Polizei angemeldet, das erledigt die Polizei via Selbstdefinition selber.

 

dokumentiert: Ich verbreite es gerne weiter.

Während sich bundesweit die verschiedenen PEGIDA Ableger entweder selbst zerlegen oder von Gegenaktionen demotiviert werden, wollen sie in Hannover noch mal versuchen aufzumarschieren. In einer Pause wollte sich HAGIDA professionell strukturieren. Rausgekommen sind dabei ein eigenes 19 Punkte Programm das jede Nazikameradschaft erfreuen würde und ein neues Logo von graffiticreator.net. Wer sich davon angesprochen fühlt haben wir schon die letzten Male gesehen. Da tummeln sich Nazis von NPD und Freien Kameradschaften zusammen mit den "Hannoveranern" und deren Kumpel von der German Defense League. Die Rednerin von der AfD lässt sich das Mikrofon von einem Mitglied der "Identitären" halten. Zusammen träumen sie von ihrem Deutschland in dem zwischen Jägerzaun und Biergarten Eden kein Platz ist für Solidarität mit Geflüchteten. Sie wollen noch mehr soziale Ausgrenzung, eine noch härtere Abschottungspolitik nach aussen und ein noch brutaler durchgesetztes Konkurrenzprinzip.

Wir haben gezeigt, dass wir sie stoppen können, dass wir dafür sorgen können, dass sie keinen Meter laufen. Die Polizei hat gezeigt, dass sie sich nicht zu blöd ist, große Teile der Innenstadt einfach abzusperren, damit HAGIDA laufen kann. Am 23. Februar müssen wir zeigen, dass wir mit vielen Leuten kreativ sein können, um HAGIDA wieder zu blockieren. Es ist nicht mehr viel
Zeit, also sagt euren Freund_innen Bescheid, schließt euch zusammen und bereitet euch vor, macht ordentlich Welle in den sozialen Netzwerken.

Kommt um 18.30 Uhr Opernplatz und blockiert die Zugänge. Sollen die Jägerzaun Fans im Käfig stehen - aber laufen keinen Meter!

Infos gibt es während der Blockaden bei twitter: https://www.twitter.com/block_hagida

AGH - Antifaschistische Gruppe Hannover, Fast Forward Hannover, Interventionistische Linke Hannover, LUH_Contra

Am 23.2. ab 19.00 Uhr will sich die HAGIDA wieder am Opernplatz treffen und gegen alles, was nicht in ihr Weltbild einer weißen heteronormativen Gesellschaft passt, hetzen.

 

Sie haben dazu auch ein 19!-Punkte Papier (ich hätte ja eher 18 vermutet, so wegen der Symbolik) mit Forderungen aufgestellt. Da ist alles was der oder die Rechtsradikale von heute braucht: Verschwörungstheorien über den Status der BRD, praktische Zensur von Journalist_innen, ein Verbot der "Antifa" (lol!), Verbot von Einwanderung und Asyl, Sicherstellung "deutscher Identität" was auch immer das sein mag, Rücknahme von Inklusionsbestrebungen an Schulen (als die Einbindung von Menschen mit Behinderung in das gesellschaftliche Leben von klein auf), Verbot aller islamischen (nicht islamistischen!) Verbände, sofern sie international arbeiten - also praktisch ein Verbot von Religionsausübung.... usw. usf.

Das heißt - wir sehen uns wieder am 23.2. zu den Gegenprotesten. Den Hagidioten keinen Meter!

Es gibt neue Infos über den zweiten Aufmarsch-Versuch der Hagida am 26.01.15. Ihrem Aufruf zufolge soll um 19:00 eine Kundgebung auf dem Opernplatz stattfinden. Friedemann Grabs (Die Hannoveraner) und Tatjana Festerling, AfD-Mitglied und "Journalistin", die sich z.B. positiv über die HoGeSa-Bewegung und ihre Teilnehmer_innen geäußert hat, werden als Redner_in erwartet. Im Anschluss soll ein "Spaziergang" erfolgen. Nach eigenen Angaben soll ihnen die Polizei dieses Mal mehr Schutz, sowie einen Sicherheitsgürtel aus Angst vor "linksradikalen Übergriffen" zugesichert haben.

Infos zu den Gegenprotesten gibt in Kürze, auch wenn man sich leicht ausrechnen kann, was das zu bedeuten hat.

Gemeinsam und entschieden gegen rassistische Hetze!

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