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Flucht/Seenotrettung – Aktionen in Hannover

Im Februar fanden einige Veranstaltungen zum Thema Fluch statt. Hier gibte es einen kurzer Rücblick. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um auf den 27.4. hinzuweisen. Da findet unter dem Motto ‚Sichere Fluchtwege jetzt‘ - eine überregionale Großdemo statt. Die Demo findet in Hannover um 13.00 Uhr am Ernst-August-Platz (HBF) statt.

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Veranstaltungsreihe zum Thema Flucht im Februar 2019
Vom 18.02. - 23.02.19 fanden in Hannover drei Veranstaltungen zum Thema Flucht mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt. Die Veranstaltungen wurden organisiert von dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., der Seebrücke Hannover, dem Caritasverband für die Diözese Hildesheim e.V., der DFG-VK, dem VEN, dem Friedensbüro Hannover e.V. und der Initiative Tragbarer Lebensstil.
Den Auftakt machte die Veranstaltung
Resettlement zwischen Flüchtlingsschutz und Feigenblatt- das Beispiel der Evakuierung von Flüchtlingen aus Libyen am 18.02.2019.
Seit Jahren setzt die Europäische Union auf eine umfassende Abriegelung Europas gegen Flüchtlinge. Dieser Abschottungspolitik steht mit Resettlement ein Konzept gegenüber, das kleinen Gruppen von Schutzberechtigten einen sicheren Zugang nach Europa ermöglichen soll. Während Resettlement für sich genommen unstrittig ein wichtiges Instrument des Flüchtlingsschutzes darstellt, kritisieren Menschenrechtsorganisationen die Instrumentalisierung des Konzepts zum Zweck der Migrationskontrolle. Am Beispiel der Aufnahme von knapp 300 Flüchtlingen, die über Libyen und Niger schließlich den Weg nach Deutschland fanden, wurde in der Veranstaltung der Zusammenhang von Resettlement und Migrationskontrolle kritisch beleuchtet.
Weiter ging es am 20.02.in der Zukunftswerkstatt im Ihmezentrum mit
ALLES NUR ZUM FLÜCHTEN? Fluchtursachen und ihre globalen Zusammenhänge. ‚Fluchtursachen bekämpfen‘ – ein immer wieder gern verwendetes Motto. Leider besonders häufig dann, wenn es darum geht, die eigene individuelle sowie gesellschaftliche Verantwortung bei der Aufnahme von Geflüchteten abzuwehren. Doch gerade wenn man Solidarität mit geflüchteten Menschen fordert, ist es sinnvoll, sich mit Fluchtursachen auseinanderzusetzen. Was bewegt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und sich auf eine gefährliche Flucht zu begeben? Welche unmittelbaren Zusammenhänge bestehen zwischen dem Handeln von globalen Konzernen und ‚unserer‘ Art zu leben im globalen Norden und den Bedingungen, die Menschen zur Flucht bewegen? Neben den Vorträgen von Referent_innen waren viele Gruppen anwesend, die sich mit den Themen Flucht, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Frieden beschäftigen ihre jeweiligen Schwerpunkte erläuterten und zum Handeln einluden..

Neben Thomas Gebauer, der zu dem ‚Recht zu gehen und dem Recht zu bleiben‘ – für alle Menschen auf dieser Welt sprach, war u. a. auch eine Betroffene, ursprünglich aus Afrika, gekommen, die zur Situation von Geflüchteten in Deutschland etwas sagte.

Das Interesse war groß – der Raum überfüllt – das Programm sehr eng gestrickt – so dass wir überlegen, Ähnliches vielleicht in ausführlicherer Form zu wiederholen.
Den Abschluss dieser Veranstaltungsreihe bildete die
Zu der THEATERVORSTELLUNG: „DAS BOOT IST VOLL“ am 23. 2. 2019 im Theater in der List kamen viele Interessierte, die sich das Bühnenstück ‚Das Boot ist voll‘ von Antonio Umberto Riccò ansahen. Die zu einem Ein-Personen-Theater umgewandelte Lesung berührte die Anwesenden sehr und machte das Elend der flüchtenden  Menschen im Mittelmeer sehr anschaulich.

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Insgesamt gehen von der ‚Seebrücke‘ z. Z. viele Aktivitäten aus:
- Die Stadt Hannover ist inzwischen ‚Hafenstadt‘, d. h., sie erklärt sich bereit, mehr geflüchtete Menschen als vorgesehen, aufzunehmen.
- In der Marktkirche fand eine 24-stündige Mahnwache statt, die mit einem guten Programm viele Menschen und Initiativen erreichen konnte,
- und z. Z. gibt es eine Anzahl von Kirchengemeinden, die orangene Rettungswesten an ihre Kirchtürme hängen, um auf die Situation der Flüchtenden und ihrer Helfer_innen im Mittelmeer hinzuweisen.
- - Am Kröpcke wurde vom Flüchtlingsrat gemeinsam mit der Seebrücke ein ‚Teppich‘ entrollt, der fast bis zum Schillerdenkmal reichte: Auf ihm verzeichnet die Namen der im Mittelmeer ertrunkenen Menschen – soweit bekannt. Viele Menschen blieben erschüttert stehen und schauten sich die Namen an.

Am 27. 4. 2019 (Sa) findet unter dem Motto ‚Sichere Fluchtwege jetzt‘ - eine überregionale Großdemo statt. Die Demo erreicht Hannover um 13.00 Uhr am Ernst-August-Platz (HBF).
Eine herzliche Einladung!

CC BY-NC-ND 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 4.0 international.

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