In trauter Gemeinschaft: Alice Schwarzers „EMMA“ und das Kollektiv des „Beißreflexe“-Bandes. Eine glossierte Betrachtung.

Wer das Buch “Beißreflexe” mag, kann sich freuen, wenn er die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “EMMA” in der Hand hält. Vom Editorial bis zum Schluss des Heftes prägen Autor_innen des „Beißreflexe“-Bandes die aktuelle Ausgabe der von Alice Schwarzer herausgegebenen Zeitschrift. Den Redaktionen anderer Zeitschriften, wie der Zeitschrift „Konkret“ und der „jungle world“ wird das zu denken geben, da ihnen der Rassismus der Zeitschrift „EMMA“ und von Alice Schwarzer zu weit ging und sie sich in der Vergangenheit verschiedentlich gegen ihn gewandt hatten.

Diese Distanz zeigen die Herausgeberin und einige Autor_innen des „Beißreflexe“-Buches nicht. Vielmehr scheinen sie bewusst auf eine Koalition mit all jenen zu setzen, die sich gegen den Islam per se und gegen Muslim_innen im Speziellen wenden. ->weiterlesen “In trauter Gemeinschaft: Alice Schwarzers „EMMA“ und das Kollektiv des „Beißreflexe“-Bandes. Eine glossierte Betrachtung.” »

Linktipp: Reflexion über “weißen” Feminismus

Die medienelite hat in ihrem Blog einen spannenden und nachdenkenswerten Beitrag über weißen Feminismus und wie er anderswo wahrgenommen veröffentlicht. Ein Interview über Skype: “ich hab oft den Eindruck, dass der weiße Feminismus den Anspruch hat, Kämpfe kämpfen zu können, die ihn nicht betreffen. Dass er sich Dinge aneignet und instrumentalisiert. Dass er mit rassistischen Strukturen kooperiert. Dass weißer Feminismus ein Solidaritätsproblem hat.” meine Leseempfehlung des Tages

Rezension: Embedded feminism – und weitere Herausforderungen für die feministische Friedens- und Konfliktforschung

von Heinz Jürgen Voß – zuerst erschienen bei querelles.net

Bettina Engels, Corinna Gayer (Hg.): Geschlechterverhältnisse, Frieden und Konflikt. – Feministische Denkanstöße für die Friedens- und Konfliktforschung, Baden-Baden: Nomos Verlag 2011. 152 Seiten, ISBN 978-3-8329-6672-0, € 26,00

Noch in den 1980er Jahren war es nahezu eine Selbstverständlichkeit, dass sich feministische Frauen für Frieden einsetzten. Diese Selbstverständlichkeit ist einem diskursiven Gewirr gewichen, in dem die aktuellen militärischen Auseinandersetzungen und ein Eingreifen der ‚demokratischen‘ Länder des Westens dominant über Frauen- und Homosexuellenrechte gerechtfertigt werden. Emanzipatorische Bewegungen zeigen sich gespalten – gegen den Krieg zu sein ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Der vorliegende Band nimmt hier seinen Ausgangspunkt und wendet sich neuen Anforderungen an die feministische Friedens- und Konfliktforschung zu. In exzellenten Beiträgen werden innovative, weiterführende Forschungsansätze aufgeworfen. ->weiterlesen “Rezension: Embedded feminism – und weitere Herausforderungen für die feministische Friedens- und Konfliktforschung” »

Sexismus und die deutsche Wikipedia

Femgeeks nimmt die deutsche Wikipedia unter die Lupe und mach deutliche maskulinistische und männlich patriarchale Strukturen aus. Zum Einen werden Artikel neuer Autor_innen von “erfahrenen Wikepediener_innen freigeschaltet – beim vorhandenen Geringen Frauenanteil meist Männer. Zum anderen:
“Viel Wissen, auf welches heute am ehesten zugegriffen wird, ist aus einer weiß-männlich dominierten Wissensproduktion heraus entstanden. Bis heute bleibt dieses Wissen unmarkiert im Gegensatz zu anderen Wissensproduktionsformen, so gibt es „Geschichte“ dann zusätzlich als „das Andere“, aber mittlerweile beispielsweise Black History oder feministische Geschichte.” Da Wissen nur aus überprüfbaren Quellen stammen soll, entsteht ein patriarchal-weisser Zirkelschluss in sich.

Der Artikel fordert Solidarität und entsprechende Strukturen ein, mal sehen, was sich bewegt.