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"Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…" - Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933-1945

"Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen…" - Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933-1945

Ich freue mich, das es endlich geschafft ist. Meine zweite Monographie ist am Start. Mehrfarbig in A4-Format und auf 100 Seiten beschäftige ich mich intensiv mit Biographien von deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges, die sich verweigerten und aus verschiedenen Gründen nicht (mehr) mitmachen konnten und wollten.

Neben einer Einführung in die Wehrmachtjustiz beschäftige ich mich auch mit Gründen und Motiven des Ungehorsams, insbesondere unter dem Fokus von Männlichkeit. Eine Beschäftigung mit der militärischen Rolle Hannovers im Zweiten Weltkrieg und der schleppenden Aufarbeitung in der niedersächsischen Landeshauptstadt rundet die Arbeit ab. Für regionalkundliche Arbeiten und den Schulunterricht liefert die Arbeit zusätzlich Arbeitsblätter und ergänzende Materialien. Mehr Infos gibt es hier.

Inhalt und Einleitung

2020 will die NATO ein großangelegtes Truppenverlegungs und -kriegsspielmanöver durchführen. Ich werde sicher in den nächsten Monaten noch ausführlicher darüber schreiben. Direkt davon betroffen wird vermutlich auch der Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen. Langsam laufen die proteste dagegen an. Letzte Woche gab es dazu ein Aktiventreffen, deren PM ich natürlich gerne zur Verfügung stelle.

Widerstand gegen NATO-Manöver DEFENDER 20 formiert sich

Im April und Mai 2020 plant die NATO das größte Manöver von Landstreitkräften in Europa seit Ende des Kalten Krieges. Mit insgesamt 37 000 Soldatinnen und Soldaten aus 16 NATO-Staaten sowie aus Finnland und Georgien wird eine neue Dimension umweltschädigender militärischer Aktivitäten erreicht. Bis zu 20000 US- GIs mit entsprechendem schwerem Gerät werden über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert. Ziel des Manövers ist neben der Demonstration militärischer Überlegenheit die Prüfung der in den vergangenen Jahren in Osteuropa aufgebauten Infrastruktur. Deutschland wird zur Drehscheibe der Truppenverlegungen über die Convoy Support Center Garlstedt (Niedersachsen), Burg (Sachsen-Anhalt) und den sächsischen Truppenübungsplatz Oberlausitz nach Polen. Geleitet wird das Manöver unter anderem über das neue Joint Support and Enable Command in Ulm, das EUCOM in Stuttgart und die US Air Base Ramstein. Während der Transporte wird es zu schweren Einschränkungen des Straßen- und Schienenverkehrs entlang der Transportstrecken kommen. Die Bundeswehr hat bereits vorsorglich mit der Deutschen Bahn AG eine Vorfahrtsregel für das Militär vereinbart.

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Weltweit protestieren kurdische und mit Rojava solidarische Organisationen und Menschen gegen den Einmarsch des türkischen Militärs. Auch in der Region Hannover gibt es Aktivitäten.

Dieser Blogbeitrag wird laufend mit Termine aktualisiert:

  • Freitag, 11.10.2019, 16.00 - 19.00 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Infostand
  • Samstag, 12.10.2019, 14.00 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Demonstration

(Grafiksimulation. Entwurf: Frans Valenta, artbyte-design) , Quelle: Frauennetzrk für Frieden

Das Frauennetzwerk für Frieden hat ein tolles Projekt an den Start gebracht! Mit einer Straßenbahn, die ein ganzes Jahr lang durch Bonn fahren wird, möchte es auf die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner aufmerksam machen. Anlaß ist der 70. Jahrestag der Taufe des aus dem Ruinenfeld neu geschaffene Platzes an der Rheinbrücke in Bonn in Bertha-von-Suttner-Platz. Ziel ist es, den Namen und das Werk von Suttners wieder ins Gedächtnis zu rufen. Ich freue mich, dass dieses Projekt durchgeführt werden kann. Am 21. September, dem Internationalen Tag des Friedens, wird die Bertha-Bahn eingeweiht. Mehr Infos über die Bahn, die Veranstaltung zur Erstfahrt und weitere Events rund um das Thema findet sich auf der Website des Frauennetzwerk für Frieden.

Vom 1.-9.September findet das Rheimetall entwaffnen-Camp in Unterlüß statt (mehr Infos hier). Höhepunkt wird am 7.9. eine große Demo sein. Aber bereits die gesamte Woche wenden sich die Aktivist*innen mit zahlreichen Aktionen und Workshops gegen Militarisierung und Rüstungsexporte, bzw. deren Produzenten.

Ich freue mich, am 2.9. um 16.00 Uhr dort einen Vortrag halten zu können.

Militär, Männlichkeit, Gender – die Geschlechterperspektive und Frieden ist mein Thema. Beginn ist 16 Uhr auf dem Gelände des Aktionscamps.

Noch in diesem Jahr wird meine zweite Monografie erscheinen. Einen Titel und den Klappentext gibt es schon:-) Er erscheint beim Verlag Region und Geschichte, Neustadt am Rübenberge. Mehr Infos folgen zeitnah.

Titel: "Du brauchst dich wegen meiner Hinrichtung nicht zu schämen..." - Ungehorsame Soldaten in Hannover 1933-1945

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Der Grüne Ratsherr Daniel Gardemin hat einen Shitstorm ausgelöst, als er am hannöverschen Tabu des Schützenfestes rührte. Einigkeit von SPD, FDP und weiter rechts und auch von grün zeigt sich in der pauschalen Verteidigung des Festes. Natürlich ist es schwierig zu behaupten, dass Schützenvereine per se rechtsoffen sind, dass sie jedoch einen größeren Hang nach rechtsaußen haben, ist unumstritten. Christian Pfeiffer schätzt, dass die Zahl der AfD-Wähler*innen in Schützenvereinen etwa doppelt so hoch ist, wie in der Stadtgesellschaft.

Aufhorchen lässt jedoch auch ein anderer Aspekt, den Gardemin einbrachte: Eine Gedenkminute für Walter Lübcke mit der Begründung, dass es ein Sportschütze gewesen sei, wurde pauschal abgelehnt, anstatt zumindest darüber nachzudenken. Hier verneinen die Vereine jede Verantwortung. Das ist falsch. Klar ist, dass Waffenvereine rechte Militärnarren anziehen, insbesondere da es außerhalb von Polizei und Bundeswehr, die bekanntlich ihre eigenen Probleme mit Rechtsextremen haben, keine legale Möglichkeit gibt, mit Waffen zu hantieren und zu üben.

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