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Der Angriff auf Polen, die deutsche Luftwaffe und der Holocaust
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Illustrierter Vortrag von Hubert Brieden anlässlich des 75. Jahrestages der Pogromnacht
Am 1. September 1939 begann mit dem Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Wesentlichen Anteil am Erfolg dieses ersten „Blitzkrieges“ hatte die Luftwaffe. Auch Kampfflugzeuge des Geschwaders 27 Boelcke von den Fliegerhorsten Wunstorf, Langenhagen und Delmenhorst starteten voll beladen mit Bomben nach Warschau. Neben militärischen Zielen wurden auch Wohnviertel angegriffen. Doch nicht nur das: Deutsche  Bomberbesatzungen, auch aus dem Geschwader Boelcke, flogen gezielt Angriffe mit Brand- und Sprengbomben gegen jüdische Stadtviertel. Im Vortrag geht es um den Zusammenhang von Krieg und Holocaust und ein bis heute verschwiegenes Kapitel sowohl der Militär- als auch der Regionalgeschichte.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Von Krieg zu Krieg zu Krieg – Spuren des Militarismus in der Region Hannover vom 19. Jahrhundert bis heute“

Mittwoch, 23.10.2013, 19 Uhr Ver.di-Höfe, Veranstaltungszentrum Rotation, Saal 3 Goseriede 10, 30159 Hannover

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Briefe einer sozialdemokratischen Bremer Arbeiterfamilie aus dem Ersten Weltkrieg

Lesung mit dem Schauspieler Rolf Becker

Die Briefe stammen aus dem Nachlass de Eheleute Anna und Robert Pöhland aus Bremen. Seit Robert Pöhland im Frühjahr 1915 eingezogen und an die Front in Frankreich geschickt worden war, schrieben
sich die beiden fast täglich, bis er im Oktober 1916 fiel. Die Korrespondenz ist proletarische Widerstandsliteratur gegen den Krieg und schildert eindrucksvoll den Alltag mit all seinen Gefahren an der Front und seinen Nöten in der Heimat. Sie berührt aber auch Themen wie Kunst und Literatur, humane Kindererziehung, Gleichberechtigung von Frau und Mann und sozialistische Zukunftsvorstellungen. Sie vermittelt ein lebendiges Bild vom geistigen und emotionalen Reichtum, von Leben und Denken einer aufgeklärten und politisch bewussten Arbeiterfamilie im Ersten Weltkrieg und in der Vorkriegszeit.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Von Krieg zu Krieg zu Krieg – Spuren des Militarismus in der Region Hannover vom 19. Jahrhundert bis heute“

Matinee: Sonntag, 13.10.2013, 11 Uhr (Einlass ab 10 Uhr)
Eintritt: 6 €, ermäßigt: 4 €
Vorverkauf am Infopoint bei Ver.di oder an der Morgenkasse Ver.di-Höfe, Veranstaltungszentrum Rotation, Großer Saal Goseriede 10, 30159 Hannover

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2013-09-17_182217_Eroeffnung_Ausstellung_Von_Krieg_zu_Krieg_IMG_1956Von Krieg zu Krieg - Spuren des Militarismus in der Region Hannover vom 19. Jahrhundert bis heute, so lautet eine am 17.09 in den ver.di Höfen Hannover eröffnete Ausstellung. Vor etwa 40 Gästen präsentierte der AK Regionalgeschichte aus Wunstorf seine neueste Ausstellung. Auf 19 Tafeln wird ein Rundkurs durch Hannoveraner Geschichte geboten. Angefangen bei der Sichtbarmachung von Kriegerdenkmälern im Raum Hannover - die Veranstalterinnen sprechen von mindestens 180! - folgt ein historischer Abriss. Angefangen bei der Monarchie werden neben der Darstellung geläufiger Namen und ihrer weniger bekannten Biographien, die sich auch heute noch im Straßenbild Hannover befinden wie Waldersee, Lettow-Vorbeck und Peters auch die kaum diskutierte deutsche Kolonialgeschichte betrachtet. Weiter geht es mit Weimarer Republik und ihrer revisionistisch geprägten Denkmalwut und dem Nationalsozialismus. Allein die Ausstellung bleibt nicht historisch. Über die Bonner Republik wird auch die Berliner Republik und dabei insbesondere der Fliegerhorst Wunstorf mit seiner ungebrochenen militaristischen Geschichte bis heute  betrachtet.

Die Ausstellung lädt ein, tiefer nachzuforschen und nachzulesen. Sie überrascht mit Bildern, die kaum hinterfragte Selbstverständlichkeiten in den Blick nehmen und regt an, den offenen und versteckten Militarismus im Hannoveraner Stadtbild zu reflektieren.2013-09-17_182743_Eroeffnung_Ausstellung_Von_Krieg_zu_Krieg_IMG_1958

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 20.12. 2013 in denVer.di-Höfen,Veranstaltungszentrum Rotation Goseriede 10, 30159 Hannover zu sehen.

Parallel findet eine Veranstaltungsreihe statt. Der Flyer dazu ist hier.

 

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Tafel_TitelIm 19. Jahrhundert entwickelte sich zunächst in Preußen und dann in Gesamtdeutschland der preußisch-deutsche Militarismus, dessen verheerende Traditionen auch nach den Kolonialkriegen und dem Ersten Weltkrieg fortgesetzt wurden. Seinen zerstörerischen Höhepunkt erlebte der deutsche Militarismus während der NS-Diktatur und im Zweiten Weltkrieg. Trotz dieser Erfahrungen leben militaristische Traditionen in der deutschen Gesellschaft fort.
Sowohl in der Stadt Hannover als auch in den umliegenden Dörfern und Kleinstädten finden sich zahlreiche Denkmäler, Gedenktafeln, Grabsteine, Friedhöfe, Straßennamen, mit denen an verschiedene Kriege seit dem 19. Jahrhundert erinnert wird. Darüber hinaus existieren Reste des Zweiten Weltkrieges wie Bunker, Kasernen und Ruinen. Zwar finden zu unterschiedlichen Anlässen vor verschiedenen Denkmälern nach wie vor militärische Aufmärsche statt, dennoch ist vielen Menschen die Allgegenwart militärischer Erinnerungspolitik nicht bewusst.
Vor fast 100. Jahren begann der Erste Weltkrieg, der die Weichen für die katastrophale Entwicklung des 20. Jahrhunderts stellte – Anlass, sich in einer Ausstellung der Geschichte und der Gegenwart kriegerischer Traditionspflege in Stadt und Land anzunähern.

Die Ausstellung ist zu sehen vom Dienstag, 17.9. – Freitag, 20.12. 2013 in den Ver.di-Höfen,Veranstaltungszentrum Rotation, Goseriede 10, 30159 Hannover.
Herausgeber_in und Veranstalter_in ist der AK Regionalgeschichte

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